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Alexander Stannigel Montag, 28. Oktober 2002#67Nach 7 Runden unter Grün und der restlichen 31 aufgrund des extrem starken Regens hinter dem Pace-Car stand einer ganz oben, den dort niemand erwartet hätte: Mario Dominguez. Im Endeffekt hatte sein Team die beste Pitstop-Strategie bei diesem ungewöhnlichen Rennen und setzte damit die Serie fort, dass seit dem ersten Rennen 1993 kein einziger Fahrer zweimal gewinnen konnte. Zweiter wurde Patrick Carpentier vor Paul Tracy. Champion Christiano da Matta, der mit der #1 unterwegs war belegte nach einem Dreher Rang 8.
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alexander-stannigel.eu Mittwoch, 23. Oktober 2002#66Nach langer Zeit gibt’s endlich eine eigene Motorsport-Sektion auf meiner Seite. Zunächst allerdings nur Championship Autoracing Teams und Formel 1, die Indy Racing League muss noch etwas warten.
Desweiteren habe ich ein paar interessante und vielleicht für den ein oder anderen auch weniger interessante *g* Links online gestellt, ich hoffe halbwegs übersichtlich.
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Alexander Stannigel Mittwoch, 23. Oktober 2002#65Möllemanns Sonderkonto war offenbar am 20. September 2002, zwei Tage vor der Bundestagswahl, eröffnet worden. Zu diesem Zeitpunkt war das israel-kritische Flugblatt in Nordrhein-Westfalen bereits an fünf Millionen Haushalte verteilt worden. Obwohl Möllemann die Finanzierung des Flyers als "Privatsache" bezeichnet hatte, landete die sechststellige Rechnung bei der Landespartei in Düsseldorf.
Möllemann, der in der Woche zuvor mit schweren Kreislaufproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und sich davon auf den Kanarischen Inseln auskuriert und dafür eine lange Flugreise trotz seiner Herzbeschwerden auf sich nahm, verkündete zunächst, sich nicht zu den Vorwürfen äußern zu wollen und dass eine Stellungnahme seinerseits vor Ende November nicht zu erwarten sei.
Doch nachdem der Druck auf den nordrhein-westfälischen Landes- und Fraktionsfurzenden im Landtag stetig zunahm, gab er trotzig nach: Mit immer wiederkehrenden Hinweisen auf seine langsam fortschreitende Gesundung, die durch einige hochrangige FDP-Mitglieder wieder gestört werden soll, erklärte er per Fax aus seinem kanarischen Exil, dass er von seinen politischen Ämtern zurücktreten werde. Allerdings nicht, weil Westerwelle & Co. Es so fordern, sondern weil es ihm seine Ärzte rieten.
Guido Westermölle, der bis kurz vor der Bundestagswahl jeden Spaß von Jürgen W. mitmachte, z.B. das "Projekt 18", dass erst scharf kritisiert und dann ins Wahlkampfprogramm aufgenommen wurde, genauso wie der eigene Kanzlerkandidat der FDP, ebenfalls ein Hirngespinst von Möllemann, dieser Westwelle erklärte, dass Möllemann damit nur der Absetzung durch die Parteigremien zuvor gekommen ist. Er erwarte, dass er auch sein Bundestagsmandat niederlege.
Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff hat seinem Noch-Parteikollegen Möllemann indessen eine schallende Ohrfeige verpasst. "Wenn der Vergleich nicht so bizarr wäre, dann müsste man sagen, er hat sich benommen wie ein Selbstmordattentäter. Er hat sich mit allem, was es so an Möglichkeiten gibt, selbst politisch in die Luft gesprengt", sagte Lambsdorff im Deutschlandfunk. Lambsdorff hatte sich erst kürzlich im Magazin "Stern" drastisch über Möllemann geäußert: "Man fragt sich manchmal: Ist der Mann bei all seiner Begabung, bei all seinem politischem Geschick, ist der normal?" Der frühere FDP-Fraktionschef Hermann-Otto Solms hatte Möllemann bereits das Etikett "Quartalsirrer" aufgedrückt.
Unterdessen geht den Fahndung nach den Geldgebern des Jürgen Dabbeljuh Möllemann weiter. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das alles alleine gemacht hat", sagte FDP-Bundestagsfraktionschef Wolfgang Gerhardt dem "Kölner Stadtanzeiger". Angesichts der professionell und aufwendig angelegten Verschleierung der Spendenherkunft sei eine Einzelaktion Möllemanns auszuschließen. Zu Spekulationen, hochrangige Mitglieder der NRW-FDP könnten in die Affäre verstrickt sein, wollte sich Gerhardt nicht äußern. Er erwähnte ausdrücklich die Möglichkeit, Möllemann aus der Bundestagsfraktion auszuschließen. Die Bundespartei setze aber darauf, dass Möllemann sein Bundestagsmandat bald niederlegen werde. Parteichef Guido Westerwelle hatte bereits am Montag angekündigt, dass die FDP Möllemann notfalls mit einer Klage zur Nennung der Spender für sein umstrittenes Flugblatt zwingen will.
Die designierte Vorsitzende der nordrhein-westfälischen FDP, Ulrike Flach, hat unterdessen einen Parteiausschluss ihres Vorgängers angedroht. Wenn sich alle Vorwürfe um sein Wahlkampf-Sonderkonto bestätigten und Möllemann weiterhin nicht kooperiere, werde die Partei diesen Weg selbstverständlich gehen, sagte Flach am Dienstag in Düsseldorf. Die Bundestagsabgeordnete kündigte einen Kurswechsel in der NRW-FDP an. Antisemitismus-Debatten werde es mit ihr nicht geben. Möllemann kündigte an, nicht auf das Ultimatum der FDP-Spitze einzugehen, die Spender auf sein umstrittenes Wahlkampfsonderkonto bis Donnerstag zu nennen. Durch eine Sprecherin verwies er erneut auf seine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Er habe zugesichert, dass die FDP keinen finanziellen Schaden durch ihn erleiden werde, heißt es in der am Dienstag in Düsseldorf verbreiteten Erklärung: "Es ist alles gesagt." N/A
Na denn: "Prost!"
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alexander-stannigel.eu Donnerstag, 17. Oktober 2002#64Ich habe mich nach nächtelangen Tests endlich davon überzeugt, dass alles so funktioniert, wie ich es mir beim PHP-Programmieren gedacht habe. Also wer will, darf sich jetzt dort verewigen!
Hier geht's lang...Permalink: alexander-stannigel.eu -
Alexander Stannigel Donnerstag, 17. Oktober 2002#63Hintergrund sind Konflikte innerhalb der LPF um die Nachfolge des ermordeten Rechtspopulisten und Parteigründers Fortuyn: Der Vize-Ministerpräsident und Minister für Volksgesundheit Bomhoff und der Wirtschaftminister Heinsbroek hatten sich darüber derart zerstritten, dass eine Zusammenarbeit im Kabinett nicht mehr möglich war und die Rivalität schließlich die Regierungsarbeit behinderte. Das Kabinett kündigte seinen Rücktritt an. Vertreter mehrerer Fraktionen sprachen sich für Neuwahlen möglichst noch in diesem Jahr aus.
"Es gibt keine Grundlage mehr für eine fruchtbare und nachhaltige Zusammenarbeit in der Koalition", sagte Balkenende im Parlament. "Ich habe die Absicht, mich zu Ihrer Majestät der Königin zu begeben und den Rücktritt der übrig gebliebenen Minister und Staatsminister anzubieten." Zuvor hatten die LPF-Minister Eduard Bomhoff und Herman Heinsbroek ihren Rücktritt erklärt. "Ich habe alles getan, um hinter den Kulissen eine Lösung für diesen Konflikt zu finden, aber es ist mir nicht gelungen", räumte Balkenende ein. Auch die Rücktritte von Heinsbroek und Bomhoff hätten die Koalitionspartner der LPF nicht überzeugen können, dass die Regierung eine Zukunft habe. Die übrigen Minister der LPF sowie der dritte Koalitionspartner, die liberale Partei VVD, hätten dem Rücktritt der Regierung zugestimmt, sagte Balkenende.
In dem 150 Sitze umfassenden Parlament hatte die Mitte-Rechts-Koalition seit der Wahl vom 15. Mai mit zusammen 93 Mandaten eine gute Mehrheit. Die LPF war nach dem Mord an ihrem charismatischen Gründer und Spitzenkandidaten aus dem Stand zur zweitstärksten Kraft im niederländischen Parlament geworden. Die Ermordung Fortuyns hatte jedoch in der neu gegründeten Partei ein Machtvakuum hinterlassen. Es kam zu erbitterten Auseinandersetzungen über das Führungspersonal und den zukünftigen Kurs, die Partei verschliss mehrere Amtsträger. In Meinungsumfragen stürzte die LPF ab. Demoskopen sagen ihr derzeit für Neuwahlen vier Sitze im 150 Abgeordnete umfassenden Parlament voraus. Bei den Wahlen im Mai hatte die LPF noch 26 Mandate errungen.
Die Beispiele haben gezeigt, dass eine Regierungsbeteiligung von Rechtspopulisten mit Konservativen ("Christ"demokraten) und Liberalen nicht in Einklang zu bringen ist. In Deutschland bestand glücklicherweise zu keiner Zeit, eine entsprechende Regierung zu verlieren, da die Wählerschaft letztendlich klug genug entschieden hat. Außerdem hätte eine Mehrheit von Schwarz/FDP für solche Ideale gerade noch ausgereicht, gell Herr Koch und Mölle?!?!
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Alexander Stannigel Montag, 14. Oktober 2002#62Vierter wurde Juan Pablo Montoya vor dem heimlichen Sieger Takuma Sato. Der Publikumsliebling fuhr bei seinem Heim-GP bereits im Qualifying hinter die Top-Teams auf Platz 7 und anschließend ein fehlerfreies Rennen. Platz 6 bei dem zusammenfassend aber eher langweiligem Rennen holte sich Jenson Button.
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Alexander Stannigel Sonnabend, 12. Oktober 2002#61Bereits vor der Schlussabstimmung am Abend kam es zu turbulenten Szenen im Parlament. Mehrere Oppositionsabgeordnete meinten empört, bei einem wichtigen Votum über eine von ihnen eingebrachte Änderung des Entwurfs sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Die elektronische Anzeigetafel habe angezeigt, sie seien bei der Abstimmung nicht anwesend gewesen. In Wirklichkeit hätten sie aber ihre Stimme abgegeben. Oppositionspolitiker sangen nach der Abstimmung das antifaschistische Widerstandslied "Bella Ciao", es kam zu wüsten Beschimpfungen unter den Abgeordneten.
Ende Oktober befasst sich auch das Verfassungsgericht mit dem Gesetz. Nach dem Gesetzentwurf können laufende Strafprozesse abgebrochen und in eine andere Stadt verlegt werden, wenn Angeklagte einen "berechtigten Verdacht" gegen die Unvoreingenommenheit der Richter vorbringen. Über die Rechtmäßigkeit des Vorwurfs entscheidet das Kassationsgericht, das höchste Gericht Italiens. Ein Schelm, wer...:schelm:
Silvio Mussolini begibt sich damit auf den Weg, wie sein geistiges Vorbild Benito Berlusconi (oder andersherum?) 1922 – und das wieder mit der Zustimmung des Volkes, denn dies Verfahren waren schon zu den Wahlen bekannt. Allerdings hatte Berlusconi schon da die wichtigsten Medien unter seiner Kontrolle. Gegen Berlusconi liefen zeitweise ein halbes Dutzend Strafverfahren wegen Bestechung, Bilanzfälschung und schwarzer Kassen. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit bevor er Anfang der 90er Jahre in die Politik ging. Zwei Mal wurde er in den vergangenen Jahren in erster Instanz zu Gefängnisstrafen verurteilt. Später wurden einige Urteile aufgehoben. Einige Male wurde Berlusconi freigesprochen, zudem endeten Verfahren wegen Verjährung, die in Italien auch während einer Verhandlung nicht aussetzt und so will er auch alle weiteren Verfahren trotz drückender Beweislast zu Fall bringen. Man könnte es auch "Ermächtigungsgesetz" (offiziell: "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich", 1933) nennen.
Weit über 100.000 Menschen haben bereits am Samstag vor einer Woche in Rom gegen die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi demonstriert. Die Veranstalter sprachen sogar von über 400.000 Demonstranten. Die Kundgebungsteilnehmer protestierten vor allem gegen dieses geplante Gesetz der Regierung. "Demokratie ist für Berlusconi etwas, was ihm fremd ist", rief Regisseur Nanni Moretti, der Hauptiniator, den Demonstranten zu. Mit Blick auf Berlusconis Rolle als Unternehmer sagte er: "Er kennt Demokratie nicht und er kapiert sie nicht, für ihn ist das etwas, womit man nur Zeit verliert."
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Alexander Stannigel Dienstag, 8. Oktober 2002#60Nachdem das Duell von Polesitter Tony Kanaan mit Scott Dixon nach 20 Runden mit einem Crash gelaufen war der Weg frei für den Brasilianer. Denn während Paul Tracy und Dario Franchitti sich durch Dreher verabschiedeten, war Bruno Junqueira auf der falschen Strategie unterwegs. Jimmy Vasser, von Platz 12 gestartet, fuhr ein klasse Rennen und nach einigen Duellen auf Platz 3 und verdrängte damit Alex Tagliani noch vom Podium. Michel Jourdain Jr. konnte seine Serie, in jedem der 16 Rennen in die punkte zu fahren, fortsetzen. Insgesamt ein sehr interessantes Rennen, dass sicher nicht zum letzten Mal stattfand. Auch in Kombination mit den Rennen der American Le Mans Series (ALMS) und der TransAm Sportwagenmeisterschaft. weiter… (@MA)
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Alexander Stannigel Donnerstag, 3. Oktober 2002#59Von mir gibt’s auch was Dolles für die Leserschaft: Die Deutsche Nationalhymne – resampled, remixed oderwasauchimmer by me – Have a lot of fun! Feedback erwünscht.
Nationalhymne.MP3
(Im ID3V2-Tag gibt's den Text zum Mitsingen – © by Elmar Brandt (Die Gerd Show)
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Alexander Stannigel Montag, 30. September 2002#58Die beiden Ferraris bestimmten von Beginn an das Renngeschehen an der Spitze und fuhren annähernd gleiche Rundenzeiten. In der letzten Kurve – Turn 1 des Ovals des Indianapolis Motor Speedway – bremste Schumi dann soweit ab, dass Barrichello neben ihm kommen konnte um parallel durchs Ziel zu fahren.
Für Aufregung sorgten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher, die sich in Runde 2 berührten, nachdem Schumacher gegen JPM nicht nachgab und sich in Turn 1 drehte und dabei Montoya erwischte. Während Montoya jedoch unbeschadet weiterfahren konnte, musste Klein-Schumi sich einen neuen Heckflügel holen.
Im Mittel- und hinteren Feld gab es viele schön anzusehende Duelle und Überholmanöver, vorzugsweise nach der langen Vollgaspassage bei Turn 1.
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